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Algen im Teich?
Tipps für klare Gewässer und glückliche Fische!

Der Sommer weckt unliebsame Fadenalgen in Ihrem Teich. Diese stören nicht nur die Optik, sondern beeinträchtigen auch die Wasserqualität erheblich. Erfahren Sie, wie Sie die Algenplage in den Griff bekommen und Ihren Gartenteich wieder zum klaren Paradies machen können.

Warum Fadenalgen?

Mit der Sonne zeigen sich auch die Fadenalgen in Gartenteichen. Diese hartnäckigen grünen Fäden können schnell zu einer lästigen Plage werden. Sie vermehren sich zügig und können nicht nur die Optik des Teichs trüben, sondern auch die Wasserqualität stark beeinflussen. Besonders problematisch wird es, wenn sie dem Wasser Sauerstoff entziehen und im schlimmsten Fall das Teichwasser kippen lassen.

In geringer Menge sind Fadenalgen normal und sogar ein Zeichen für Stabilität und gute Wasserqualität. Doch in übermäßiger Konzentration können sie negative Auswirkungen haben. Sie entstehen durch einen Nährstoffüberschuss, der besonders in kleinen Teichen schwer abgebaut werden kann.

Ursachen und Risiken:

Der Klimawandel trägt nicht nur zu globalen Veränderungen bei, sondern hat auch Einfluss auf lokale Ökosysteme. Untersuchungen zeigen, dass die Algenbildung, darunter auch Fadenalgen, durch den Klimawandel begünstigt wird. Hohe Temperaturen, Niederschläge und Düngemittel fördern das Wachstum dieser lästigen Gewächse.

Ein weiterer Auslöser für Fadenalgen im Teich ist ein Nährstoffungleichgewicht. Dies kann durch Faktoren wie Fischfutter, Blütenpollen, Ausscheidungen der Fische, Herbstlaub und eingespülte Gartenerde entstehen. Kleinere Teiche sind dabei anfälliger für Algenprobleme als größere, stabilere Gewässer.

 

Lösungsansätze:

  • Mechanische Entfernung: Im Frühjahr sollten Sie bereits mit einem Kescher die ersten Fadenalgen abfischen. Alternativ dazu können Sie auch einen Stock oder eine Algenbürste verwenden und im Wasser drehen. Die Algen wickeln sich dann wie Spaghetti um diesen Gegenstand. Gehen Sie vorsichtig vor, um die Fische und die Wasserpflanzen nicht zu schädigen.

    Regelmäßiges Abfischen im Sommer ist entscheidend, um eine gute Wasserqualität zu gewährleisten. Lassen Sie die entfernten Algen für ungefähr zwei Tage am Teichrand liegen, um verschiedene Tiere wie Molche, Wasserinsekten oder Kaulquappen wieder zurück in den Teich krabbeln zu lassen. Kontrollieren Sie die Algen auf Kaulquappen und setzen Sie diese wieder in den Teich zurück.

    Teichschlammsauger: Ein Teichschlammsauger leistet gute Dienste beim Entfernen von Fadenalgen. Mit dem Schlammsauger entfernen Sie nicht nur die Algen, sondern auch Nährstoffe aus dem Teich, die die Bildung neuer Algen begünstigen. Die abgepumpten Algen und die anderen aus dem Wasser entfernten Nährstoffe entsorgen Sie auf dem Kompost. Bei der Teichreinigung sollten Sie auf den Schlammsauger nicht verzichten, um Algen und Schlamm effektiv zu entfernen.

    Biologische Algenvernichtung: Es ist zwar grundsätzlich gut, die Fadenalgen mechanisch aus dem Teich zu entfernen. Ein Problem ist jedoch die ausgeklügelte Überlebensstrategie dieser Organismen. Nehmen Sie die Algen aus dem Wasser, gelangen viele Sporen in den Teich, die zur Bildung neuer Fadenalgen führen.

    Daher sollten Sie auf biologische Fadenalgenvernichter mit Aktivsauerstoff oder Fadenalgenvernichter mit Salicylsäure nicht verzichten. Die enthaltenen Bakterien lösen abgestorbene Algen auf und verhindern die schädliche Stickstoffbildung. Der Teichschlamm wird durch den Aktivsauerstoff an die Wasseroberfläche befördert. Der biologische Algenvernichter hat gleichzeitig den Vorteil, dass er Kiemennekrosen bei Fischen entgegenwirkt. Selbst hartnäckige Fadenalgen bekämpfen Sie innerhalb von 24 Stunden wirksam mit dem biologischen Algenvernichter. Gleichzeitig steigt der Sauerstoffgehalt in Ihrem Teich.

 

Prävention und Pflege:

  • Damit es erst gar nicht zu einer übermäßigen Ansiedlung von Fadenalgen kommt, können Sie präventive Maßnahmen ergreifen:

    Geeignete Wasserpflanzen: Pflanzen wie Seerosen, Froschbiss, Seekanne und Krebsschere sind hervorragend geeignet, um Fadenalgen in Schach zu halten. Sie sorgen nicht nur für eine attraktive Optik, sondern tragen auch zur natürlichen Balance im Teich bei.

    Bewegung im Wasser: Wasserspiele wie Fontänen oder kleine Wasserfälle sorgen für Bewegung im Teich. Diese Bewegung reduziert die Algenbildung und fördert gleichzeitig die Sauerstoffanreicherung im Wasser.

    Algenfressende Fische: Die richtige Auswahl von Fischarten kann ebenfalls zur natürlichen Algenbekämpfung beitragen. Graskarpfen, Silberkarpfen und Wimpelkarpfen sind bekannte Algenvertilger. Achten Sie jedoch darauf, dass sie ausreichend Platz haben, um sich wohlzufühlen.

    Schatten im Sommer, Laubnetze im Herbst: Besonders im Sommer sollten Sie darauf achten, dass Ihr Teich ausreichend beschattet ist. Sonnensegel oder Sonnenschirme können dabei helfen. Dies reduziert die starke Sonneneinstrahlung, die die Algenbildung begünstigt. Im Herbst ist das Abfischen von Laub oder der Einsatz eines Laubnetzes wichtig, um weiteren Nährstoffeintrag zu verhindern.

    Regelmäßige Teichreinigung: Reinigen Sie Ihren Teich zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – mit einem Schlammsauger. Dadurch entziehen Sie den Algen Nährstoffe als Lebensgrundlage und fördern eine gesunde Teichumgebung.

 

 

Fazit

Fadenalgen können richtig lästig in Ihrem Gartenteich sein. Sie vermehren sich bei großer Hitze und bei vielen Nährstoffen im Teich rasant. Mit vielen Wasserpflanzen, algenfressenden Fischen und der Beschattung des Teichs im Sommer wirken Sie der Algenbildung entgegen. Trotzdem können Sie die Ansiedlung von Fadenalgen nicht vollständig verhindern. Entfernen Sie die Algen regelmäßig mit Kescher oder Algenbürste. Zusätzlich verwenden Sie einen biologischen Algenvernichter, der gleichzeitig das Wasser mit Sauerstoff anreichert.

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